TOYOTA TESTET RETTUNGSFAHRZEUG MIT BRENNSTOFFZELLENANTRIEB
31.03.2021

TOYOTA TESTET RETTUNGSFAHRZEUG MIT BRENNSTOFFZELLENANTRIEB

Ein Krankenhaus des Japanischen Roten Kreuzes und die Toyota Motor Corporation starten mit dem Test des weltweit ersten Rettungsfahrzeugs mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb und Wasserstoff-Stromerzeugung. Das Projekt beginnt im Sommer 2021 und soll bestätigen, dass kommerzielle Brennstoffzellenfahrzeuge im Medizinbereich und Katastrophenschutz einsatzfähig sind und zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen können.

Wirbelstürme, Starkregen und andere Naturkatastrophen sind in den vergangenen Jahren immer häufiger geworden, was nicht nur die Stromversorgung von Wohnhäusern und Evakuierungszentren bedroht, sondern auch den Bedarf an medizinischer Versorgung in den betroffenen Gebieten steigert. Vor diesem Hintergrund arbeitet Toyota seit dem Sommer 2020 mit dem Kumamoto Krankenhaus des Japanischen Roten Kreuzes an Lösungen.

Das Ergebnis dieser Partnerschaft ist ein Krankenfahrzeug auf Basis des Toyota Minibusses Coaster, der das Brennstoffzellensystem der Limousine Toyota Mirai (Wasserstoffverbrauch Toyota Mirai, Brennstoffzelle FCH2 / Elektromotor 134 kW (174 PS), stufenloses Automatik mit Heckantrieb (4X2), komb.: 0,8 kg/100km, Stromverbrauch kombiniert 0 kW/100 km, CO2-Emissionen komb.: 0 g/km, CO2-Effizienzklasse: A+.) nutzt. Auf der Straße ist damit ein Betrieb ohne CO2- und andere Schadstoffemissionen sichergestellt. In normalen Zeiten kann das Fahrzeug für medizinische Versorgungsleistungen genutzt werden, während es nach einer Katastrophe zusätzlich auch zur Stromversorgung der betroffenen Region beiträgt. 

Über zahlreiche Steckdosen im Innenbereich und auch außen kann das Fahrzeug eine Vielzahl elektrischer Geräte mit Strom versorgen. Zusätzlich verfügt es über ein externes leistungsfähiges Gleichstromsystem mit 9 kW Ausgangsleistung und rund 90 kWh Kapazität. Innen sorgt eine Klimaanlage mit HEPA-Filter für Infektionsschutz.

Das Kumamoto Krankenhaus und Toyota sind davon überzeugt, dass das Brennstoffzellen-Rettungsfahrzeug gegenüber konventionellen medizinischen Fahrzeugen zusätzlichen Mehrwert bietet. Einsatzmöglichkeiten sehen die beiden Partner in zahlreichen Feldern des Gesundheitswesens, beispielsweise für die Stromversorgung von Blutspendebussen und Untersuchungsfahrzeugen, als Rettungswagen für entlegene Gebiete und als mobiles PCR-Testfahrzeug.

 

Fahrzeugspezifikationen

Fahrzeug Länge / Breite / Höhe 7.160 mm / 2.105 mm / 2.795 mm
  Gesamtgewicht 5.670 kg
  Höchstgeschwindigkeit ca. 100 km/h
  Reichweite ca. 210 km
Brennstoffzelle Anzahl 1
  Max. Leistung 114 kW/155 PS
Motor Anzahl 1
  Max. Leistung 134 kW/182 PS
  Max. Drehmoment 300 Nm
Hochdruck-Wasserstofftanks Anzahl 3
  Speichervolumen 7,2 kg
Stromversorgung Typ und Leistung AC 100 V, max. 9 kW
    DC (CHAdeMO), max. 9 kW
  Menge ca. 90 kWh

 

Die hier angegebenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte wurden zwar auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus gemessen, um jedoch die Vergleichbarkeit mit den nach dem bisherigen NEFZ-Testzyklus gemessenen Werten zu gewährleisten, handelt es sich bei den hier angegebenen Werten, wenn nicht anders ausgewiesen, um NEFZ-Werte, die gemäß Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153 durch ein Simulationsmodell ermittelt wurden. Zur Angabe der NEFZ-Werte sind wir gesetzlich gemäß Pkw-EnVKV verpflichtet.

Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Dadurch können sich seit 1. September 2018 bei der Fahrzeugbesteuerung entsprechende Änderungen ergeben.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) erhältlich ist.

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